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Gemeinschaftliche räuberischer Erpressung in Tateinheit mit Körperverletzung - unerfreuliches Ende nach Vereinbarung im Datingportal

Datum: 11.11.2020

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung am 16.11.2020 vor dem Schöffengericht Rastatt

Das Amtsgericht - Schöffengericht - Rastatt verhandelt am 16.11.2020 um 11:00 Uhr im Sitzungssaal 151 eine Anklage der Staatsanwaltschaft Baden-Baden vom 28.08.2020, die sich gegen zwei 23 bzw. 26 Jahre alte Männer richtet, denen ein Verbrechen der gemeinschaftlichen räuberischen Erpressung in Tateinheit mit Körperverletzung zur Last gelegt wird. Bei dem mutmaßlichen Opfer handelt es sich um einen jetzt 58-jährigen Mann, der über ein Datingportal, das der Anbahnung sexueller Kontakte gegen Geld zwischen überwiegend älteren Herren und jüngeren Damen dient, Kontakt zu einer angeblich 23jährigen Dame aufnahm. Bei dem vereinbarten Treffen am 07.05.2020 auf einem Parkplatz in Rastatt erschienen aber nicht wie erwartet eine attraktive Kosmetikerin, sondern, so der Anklagevorwurf, die beiden Angeklagten, die sich hinter dem Fake-Profil verbargen, die den Geschädigten angriffen, schlugen und  die Übergabe von 500 Euro erzwangen. Beide Angeklagten sind bereits erheblich vorbestraft, der 23-Jährige war erst zwei Monate zuvor aus der Strafhaft entlassen worden. Dieser Angeklagte befindet sich seit dem 30.06.2020 in vorliegender Sache in Untersuchungshaft. Er ist geständig und hat angegeben, zur Finanzierung seiner Drogensucht die Tat begangen zu haben. Der weitere Angeklagte hat eine Tatbeteiligung bestritten. Das Schöffengericht hat zu der Verhandlung 8 Zeugen geladen.

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