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Testamentvollstrecker steckt 163.000 Euro in die eigene Tasche

Datum: 15.07.2020

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung am 20.07.2020 vor dem Schöffengericht Rastatt

Das Amtsgericht - Schöffengericht - Rastatt verhandelt am 20.07.2020 um 09:00 Uhr im Sitzungssaal 151 über eine Anklage der Staatsanwaltschaft Baden-Baden vom 10.09.2019. In dieser wird einem jetzt 60jährigen Angeklagten deutscher und französischer Staatsangehörigkeit zur Last gelegt, 163.550,- Euro aus einem Nachlass veruntreut zu haben. Er sei im Jahr 2005 als Testamentsvollstrecker für den Nachlass eines Ehepaares bestellt worden. Nachdem der Ehemann und im Jahr 2015 dann auch die Ehefrau verstorben sei, habe der Angeklagte das Vermögen für sich vereinbart und nicht an die Erbengemeinschaft, die testamentarisch bedacht worden sei, ausgezahlt. Eine Eigentumswohnung sei verkauft worden, der Kaufpreis teils in Algerien verschwunden, teils auf Konten des Angeklagten gelandet. Barguthaben der Erlasserin in Höhe von ca. 104.000,- Euro habe der Angeklagte auf ein von ihm in Frankreich geführtes Bankkonto überwiesen. Letztlich seien die Erben leer ausgegangen. Der Angeklagte ist nicht geständig. Das Schöffengericht hat deshalb zur Aufklärung des Sachverhalts 12 Zeugen geladen.

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