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Strafbefehl gegen Bordellwirtin wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz

Datum: 24.03.2020

Kurzbeschreibung: Staatsanwaltschaft beantragt hohe Geldstrafe wegen Zuwiderhandlung gegen Schutzmaßnahmen

Ein Verstoß gegen die von der Landesregierung angeordneten Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz führt zu einen schnellen strafrechtlichen Ahndung. Einer im Elsass wohnhaften Bordellbetreiberin wird zur Last gelegt, am 19.03.2020 in Baden-Baden ein Bordell betrieben zu haben, obwohl die Landesregierung als infektionsschützende Maßnahme gegen die Ausbreitung des SARS-Cov-2 Virus den Betrieb von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen verboten hatte. Polizeibeamte hatten einen regen Personenverkehr festgestellt und mehrere weibliche Bedienstete sowie mehrere männliche Kunden angetroffen. Die ebenfalls anwesende Betreiberin des Bordells zeigte sich nicht einsichtig. Am 23.03.2020 beantragte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Baden-Baden den Erlass eines Strafbefehls über eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen.

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