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Auslieferung eines mutmaßlichen Rauschgifthändlers aus den Niederlanden

Datum: 03.03.2020

Kurzbeschreibung: Landgericht Baden-Baden verhandelt gegen marokkanisch-niederländischen Staatsangehörigen wegen Verkaufs von 1 kg Kokain in Amsterdam

Nach Anklageerhebung vom 03.12.2019 verhandelt die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden gegen einen 45-jährigen Mann marokkanischer und niederländischer Staatsangehörigkeit. Dem Angeklagten wird Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zur Last gelegt. Er soll im April 2018 an zwei deutsche Staatsangehörige in Amsterdam knapp 1 Kilogramm Kokain hervorragender Qualität zum Preis von 25.000,- Euro verkauft haben. Die beiden Käufer wurden bei ihrer Rückkehr nach Deutschland verhaftet. Dieses Verfahren ist Teil eines größeren Ermittlungskomplexes, den die Staatsanwaltschaft Baden-Baden gemeinsam mit französischen und spanischen Ermittlungsbehörden gegen eine Gruppierung von Personen führte, die vom Elsass aus große Mengen Rauschgift weiterverkauften. Durch intensive verdeckte Ermittlungen gelang es, den jetzt angeklagten Mann als Kokainlieferanten zu identifizieren, in den Niederlanden verhaften und Ende Oktober 2019 ausliefern zu lassen. Nach dem sog. Weltrechtsprinzip kann bei bestimmten Straftaten, wie hier dem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln, das deutsche Strafrecht auch auf Personen angewandt werden, die als Ausländer die Tat im Ausland begehen. Der Bundesgerichtshof entsprach damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft Baden-Baden, die Tat hier zu verfolgen.

Das Landgericht Baden-Baden verhandelt dieses Verfahren nun am 11.03.2020 und 13.03.2020 jeweils um 09:00 Uhr im Sitzungsaal 118.

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